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Datum

09.06.2024

Etappe

Candidasa(RI) - Senggigi  

Activities

Distanz

45 km

↑Meter

229 hm

Fotos

20

Karte / Track

1

In der Nacht regnet es ordentlich ab und ich habe schon Befürchtungen, dass das .Morgen so weitergeht. Als ich um 6h aufstehen ist es so, dass es gerade nicht regnet. Es hat aber eine irrsinnig Luftfeuchtigkeit, die aber auch gestern schon sensationell wie an keinem anderen Ort Balis war. Bei dieser dicken Luft mache ich meinen Morgensport, nämlich die 14km über Manggis und Tengading nach PadangbaiPadangbai, wo die Fähre ablegt. 

Das Ticket kostet auch auf dieser Strecke, obwohl man 4 Stunden unterwegs ist. Allerdings muss ich zuerst knapp 2 Stunden warten, weil das nächste Schiff erst um 9h fährt. Das heisst: Geplant ist die Abfahrt für 9h, bis sie tatsächlich ablegt, ist es allerdings 9:30h. Neben einer Anzahl an LKW sind es natürlich die Mopeds, die den Grossteil der Fahrzeuge an Bord ausmachen. 

Als die Fähre dann loslegt, ist das Tempo gar nicht einmal so langsam, aber es ist eben auch ein weiter Weg über die Lombok Strasse. Diese Meeresstrasse ist Teil der Wallace Linie, die jene Grenze darstellt, bis zu der sich die australische Fauna in der indonesischen Inselwelt ausgedehnt hat, da der Meeresspiegel während der letzten Eiszeit um 125m tiefer war und sich Landbrücken bildeten (eine weitere Ausbreitung - auch die von Fischen und Vögeln - wurde durch den Unterschied bei Klima, Vegetation und Meeresströmungen verhindert). Diese denkwürdige imaginäre Linie darf ich heute also passieren! Die gesamte Passage zieht sich schon etwas, immerhin sind es aber auch 60km, die wir machen müssen, bis wir um 13:45h im Hafen von Lembar auf der Insel Lombok einlaufen, wobei die Fähre auf dem letzten Teil schon entlang einer im Südwesten der Insel liegenden Halbinsel fährt. 

Um 14:15h kann ich mich wieder aufs Rad setzen und weiterfahren. Die erste Strecke führt über eine gut ausgebaute 4-spurige nach Mataram. Über meine ersten Eindrücke lässt sich noch nicht viel sagen, ausser, dass die hinduistischen Tempel wieder durch Moscheen abgelöst werden - Allah übernimmt wieder! Ich faher auch wieder ene Regenwolke, die mich dann wenig später zwingt, meine Etappe wenig später abzubrechen, da es wieder heftig zu schütten beginnt. Ich buche also noch von unterwegs ein Zimmer im nicht weit entfernten SenggigiSenggigi, das ich nach weiteren 5 Kilometern erreiche.

Wieder ein Tag, an dem ich komplett durchnässt ankomme! Der ganze Ort, von dem ich heute das Zentrum allerdings nicht kennenlerne, ist wieder relativ entbehrenswert - das riesige Hotel ist in Ordnung, allerdings fast unbelegt, und ich frage mich, wie sich das finanziert. Aber Arbeitskräfte kosten ja nicht viel. Würde mich allerdings nicht wundern, wenn auch dieses Hotel ein Geisterhotel wird, wie es ja viele gibt ...

Was ich morgen mache, ist noch nicht ganz klar - hier bleiben werde ich mit Sicherheit nicht, und übermorgen sollte ich in Senaru sein, wenn ich zum Rinjani will. Durch das unbeständige Wetter ist alles ziemlich unplanbar, es seht wettermässig allerdings gar nicht gut aus für eine Vulkanbesteigung.

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