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Heute sind Grenzübertritt und 800 Höhenmeter angesagt, daher starte ich nach dem Früstück schon gegen 7h. Die ersten 30 Kilometer geht es flussaufwärts mit
leichter Steigung Richtung Gebirge, ich passiere die Orte Ha Tan Ha Tan und Tay
Son Tay Son. Dann wird es
steil, aber das macht nix - Panorama ist schön und die Umgebung sehr grün. Macht richtig Spass, wieder mal einen Berg zu fahren, schon wochenlang nicht mehr
gehabt!
Nach 10h bin ich an der Grenze in Cau
Treo auf über 700 Höhenmetern. Ich bin vorgewarnt worden, dass die Ausreise langwierig werden kann, weil die Vietnamesen eine Priorisierung nach
der Höhe des Schmiergeldes vornehmen. Ich probiere es mal ohne solches. Und siehe da, nach 10 Minuten ist die gesamte Prozedur beendet, mein Vietnam-Visum erhält
den Stempel 'Used' und ich bin draussen - ohne Schmiergeld und lange Wartezeit!
Die Einreise in Laos zieht sich dann etwas länger hin. Hauptsächlich deswegen aber, weil beim Schalter für das Visum bei Einreise zuerst niemand da ist, ich warte
einmal 15 Minuten, bis ein Beamte sich aus dem Kaffee gegenüber herüberbemüht. Dann geht es aber hurtig dahin, ich zahle $38,-- dafür, fülle ein Formular aus und
nach etwa 30 Minuten ist auch das erledigt und ich bin in Laos.
Bei der Grenzstation steht ein Fahnenmasten mit einer laotischen und einer Kommunisten-Flagge - die beiden tauchen in weiterer Folge immer nur im Duett auf.
Mittlerweile ist es warm geworden und im Verlauf des Tages bekommt es richtige südostasiatiche Temperaturen. Der erste Eindruck von Laos bei der weiteren Fahrt?
Hier ist es ruhiger, langsamer, leiser, weniger hektisch als im Vietnam. Das gefällt natürlich und dafür ist Laos auch bekannt. Viele der Häuser sind aus Holz, vor
den Häusern stehen oft offene Hütten mit Bänken, wo man isst. Begrüsst wird man auch hier andauernd mit einem 'Hello', hauptsächlich von Kindern.
Vom Pass geht es durch das Tal hinunter und um 13:30h bin ich in Lak
Sao Lak Sao, meiner ersten
laotischen Stadt. Obwohl es mehr ein grosses Dorf ist, gibt es hier viele Hotels und kein Problem, eine Unterkunft zu finden. Die kostet 10 Euro, ist aber auch
ziemlich bescheiden. Ich sehe auch die ersten laotischen Tempel in ihrer typischen Bauweise mit viel Gold und einem spitz zulaufenden Dach.
Nach der ersten Geldbehebung gehe ich essen und zahle dafür 40.000 laotische Kip. Klingt viel, sind aber ungefähr €4,--. Morgen geht es weiter, ich werde weiter
Richtung Westen fahren. Sehr weit ist es nicht es nicht bis zu meinem nächsten Etappenstopp und dort werde ich dann einen Tag bleiben.
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