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Ich muss bis kurz vor 8h aufs Frühstück warten, das ich schnell hinter mich bringen und dann aufs Rad steige - es ist heute ein breiter Weg bis zum Ziel. Nach
Omis Omis sind es nur wenige Kilometer und
kurz nach der Stadt Zweige ich - gottseidank - von der Magistrale (Hauptstrasse) ab. Hier, auf der schmalen Stara Cesta, der Alten Strasse, die etwas
oberhalb der Hauptstrasse verläuft, ist es herrlich zu fahren: es steigt zwar kontinuierlich, aber kein Verkehr und herrlicher Ausblick auf die Küste und die
gegenüberliegende Insel Brac.
Es geht hinauf bis auf 300 Meter, dann bin ich Lokva
Rogoznica, einem kleinen Ort bei KM11, ab dem es zu fallen beginnt - und zwar auf Schotterpiste. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, allerdings
dann schon, wenn der Schotter nicht kompakt ist, so wie es hier der Fall ist. Es heisst daher aufpassen, denn man liegt hier schnell auf der Schnauze, wenn man
einen Fahrfehler macht. In Marusici Marusici hat mich die
Hauptstrasse wieder und es geht bei mittelmäßigen Verkehr weiter. Auch hier tolle Panoramen auf die Küste und das teils türkisfarbene Wasser. Bei KM26 mache ich
eine Pause bei einer Bar am Straßenrand, kurz bevor es wieder weg von der Hauptstrasse geht, diesmal aber Richtung Küste.
Vor Baska
Voda bin ich direkt an der Küste - das ist ja ganz nett, hat aber andererseits den Fehler, dass man auch durch Touristengebiet fährt und an ein
normales Fahren nicht zu denken ist. Dauernd hüpft jemand über die Strasse, teilweise fährt an durch Restaurant-Gebiet und da ist es noch schlimmer. Auch durch
richtiges Strand Gebiet kommt man teilweise. Der letzte Teil nach Makarska ist dann überhaupt Cross-Country-Terrain - glücklicherweise habe ich vorher einen
entgegenkommenden Reiseradler befragen können und die Information erhalten, dass man hier durchkommt - sonst wäre ich wohl früher oder später abgedreht.
Schliesslich erreiche ich Makarska Makarska, vor weiteren
Versuchen bezüglich Fahrt direkt an der Küste bin ich jetzt aber gewarnt - keine Experimente mehr, ich habe schon verdammt viel Zeit verloren und werde jetzt
erstmal Dampf auf der Hauptstrasse machen! Also Kilometer- und Höhenmeter-Fressen auf der Jadranska Magistrala!
An die Küste fahre ich danach nur mehr selten - zu mühsam, zu risikoreich. Natürlich ist das Fahren auf der Hauptstrasse nicht das, was man anstrebt - noch
schlimmer aber sind zeit- und kraftaufwändige Ausflüge an die Küste, die im Nirgendwo enden. Auf der Hauptstrasse Strasse geht es auf und ab und es ist in der
frühessigt. n Nachmittagshitze ist es schon richtig anstrengend! In Drvenik Drvenik riskiere ich
wieder einmal einen Downhill an die Küste, da es hier auch einen Supermarkt gibt. Hat sich in dem Fall ausgezahlt, der Anstieg zur Hauptstrasse ist gemässigt.
Auf den letzten Kilometern bekomme ich Gesellschaft und treffe einen Radler aus Holland - gestartet zu Hause, will wieder nach Hause und Turning Point ist Istanbul
- langer Weg und 4 Monate Zeit! Bis nach Ploce Ploce sind es nur mehr
wenige Kilometer und ein Anstieg, dann habe ich den Tag hinter mir. Meine Unterkunft finde ich schnell, obwohl sie in den Hochhäusern versteckt ist. Ende für
heute, morgen geht es weiter!
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