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Datum

19.06.2025

Etappe

Vieste(I) - Serracapriola  

Activities

Distanz

114 km

↑Meter

1094 hm

Fotos

22

Karte / Track

1

Wieder ein langer und schwerer Tag mit vielen Höhenmetern und Gegenwind! Ich starte wieder kurz nach 6h - die ersten 3 Stunden gibt es noch gratis Kühlung, dann gar keine mehr. Sobald ich aus Vieste draußen bin, beginnen die Steigungen. Es geht so weiter, wie es gestern angefangen hat: von einer Bucht zur nächsten immer schön über den Berg. Überall gibt es hier Camping Villages, auf der Strasse sieht man hauptsächlich italienische Autokennzeichen, einige deutsche auch. Der Gegenwind ist auch da, in manchen Abschnitten an der Küste ganz  ordentlich.

Nach einer längeren Anfahrt dann Abfahrt nach PeschiciPeschici, einem Ort, der etwas oben am Hang liegt. Von dort noch eine Brutalo-Abfahrt zur Küste und danach die nächste Berg-Section und ab San MenaioSan Menaio bei KM35, wo ich bei Despar pausiere,  dann endgültig alles flach, schnurgerade, gegenwindig und küstennah für viele, viele Kilometer in der wieder brennheissen Sonne. In Rodi GarganicoRodi Garganico, wo auch Fähren nach Korcula fahren, eine steile Anfahrt durch die Stadt, dann geht es gleich flach und gerade weiter.

Insgesamt sind es gut 30 solche Kilometer, von Lido del Sole bis Capojale ist es mit dem Wind etwas besser, da zwischen der Küste und der Strasse ein Wald den Küstenwind ordentlich bremst. In Torre MiletoTorre Mileto ist es vorbei mit dem Geradeausfahren und bevor ich den Rest angehe, lasse ich mir einen Liter Fruchtsaft durch die Kehle rinnen - es ist wieder verdammt heiß heute.

Ich stelle danach meine Sattelhöhe, die ich vor der Tour etwas nach oben justiert hatte, wieder zurück. Sofort lauft es wieder besser - ich habe in den letzten Tage etwas mit Kraftübertragungs- und auch Sitzproblemen gekämpft und anscheinend sind die dadurch verursacht worden, obwohl es lediglich um 5mm geht!

Ab KM70 darf ich auf die Nebenstrasse. Wind hat es nicht mehr viel, es ist jetzt angenehm zu fahren und die Strasse habe ich fast für mich allein, der Strassezustand ist zum Teil wirklich abartig. Nach Lesina, das ich nur passiere, geht es von Küste ins Inland und es beginnt langsam zu steigen. Die Sonne sticht herunter und ein 10 Kilometer-Anstieg zum Abschluss ist ja tatsächlich fies! Hier bin ich so richtig am Land und alleine und quäle mich die sonnenverbrannten Hügel hinauf, begegnen tue ich fast niemandem. Auch einige Windräder sieht man hier, wobei sich sie Frage stellt, wieso in dieser windigen Gegend nicht vel mehr steen.
Schlussendlich komme ich dann in SerracapriolaSerracapriola, dem Etappenzielort an. Irgendwie ein seltsames Szenario hier, die Lokale am langgezogenen Hauptplatz haben Siesta, während die Sonne so herunter nagelt, und nichts ist aperto. Wenigstens mein Zimmer in einem alten Haus der Gassen bekomme ich nach einiger Wartezeit. 

Die Vermieterin, die ich erst später kennenlerne, ist aber nett, trocknet meine - gewaschene - Wäsche, da sie in den alten Gemäuern nicht trocknen würde und draussen alles die Tauben vollscheissen! Hier lässt sich nichts machen und es ist der erste Etappenort auf dieser Tour nach Ploce, der auch rein als solcher zu betrachten ist. Ich hoffe, dass ich wenigstens noch ein akzeptables Abendessen bekomme ...

4 / 9