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Datum

20.06.2025

Etappe

Serracapriola(I) - Ortona  

Activities

Distanz

106 km

↑Meter

561 hm

Fotos

25

Karte / Track

1

Heute bin ich später dran, kurz vor 8h gibt es Frühstück und ich unterhalte mich mit meiner Vermieterin. Sie sagt mir, dass die Strasse, die ich zur Küste nehmen will nicht optimal ist - Genaues weiss sie aber auch nicht, Gut, dann probiere ich sie aus. Es stimmt schon, dass der Straßenzustand nicht perfekt ist, aber so heiklich bin ich da nicht, zumal es bergab geht und man es laufen lassen kann - langsam zumindest. Die kleine Strasse ist kurvenreich und hat dann auch einige Gegenanstiege, sodass ich auf einige Höhenmeter komme.

Je weiter ich zur Küste komme, desto gerader und windiger wird es. Bevor ich nach CampomarinoCampomarino komme eine lange ansteigende Gerade, dann habe ich mir die erste Pause bei Lidl verdient und tanke einen Liter Orangensaft. Auf der Strada Statale geht nach TermoliTermoli und nach der Stadt bin ich dann wirklich an der Küste und fahre jetzt eine 30 Kilometer lange Gerade auf der Bundesstraße - aber auch hier gibt es Fahrrad Streifen, technisch also kein Problem, aber es brennt auch schon wieder enorm herunter und das Gerdeausfahren ist schon etwas öde. Pause bei der Esso-Tankstelle bei KM37

Die 25 Kilometer ziehen sich: viel Verkehr und daher auch Lärm, Hitze, ganz leichte  Anstiege und Gefälle - never ending! Am Ende dieser endlosen Geraden iegt VastoVasto, ein grosser Badeort. Hier beginnt jetzt, was ich vorher nicht wusste, ein Radweg auf einer ehemaligen Bahnstrecke: Tolle Überraschung! Mal schauen, wie lange sich der hält, auf jeden Fall ist er breit und von guter Qualität. Bevor ich weiter fahre, fühle ich meine Wasserflaschen noch beim öffentlichen Wasserautomaten auf. So etwas gibt es bei uns ja auch nicht.

Auf dem Radweg geht es leicht bergauf, durch einige kurze beleuchtete Tunnel und nach fünf Kilometern ist wieder Schluss. Vorerst geht es auf der Strada Provinziale weiter, bis auch diese endet. Ab jetzt für ca. 3 km üble Piste und Schotterweg mit einer bösen Steigung, so dass ich froh bin, dass es schliesslich auf einem normalen Pfad weitergeht - trotzdem auf alle Fälle eher Mountainbike-Area, zumindest ist es aber eine Zeit lang schattig. 

Nach wenigen Kilometern dann eine böse Überraschung: An einer Stelle hat es die Brücke weggeschwemmt und kurzzeitig sehe ich mich hier umkehren - Strecke gesperrt. Glücklicherweise gibt es eine 'Umgehung', die ich mit dem vollgepackten Rad gerade noch so bewältigen kann (fast hätte ich abladen müssen). Nach dem Ende der Schotterpiste mache ich Pause bei einer Strandbar - ich fürchte noch weitere Hindernisse dieser Art, es geht nochmals auf den Trail, sonst muss ich über den Berg.

Bald danach taucht der Radweg auf der alten Bahntrasse wieder auf, so plötzlich, wie er verschwunden ist. Der Radweg ist ja super, allerdings wird der Gegenwind immer noch schlimmer. Ich bin jetzt wirklich langsam angezählt und ich habe noch fast 30 Kilometer. Auch die Aussicht wäre sehr OK, allerdings habe ich jetzt dafür kaum noch ein Auge. Zwischendurch geht es vom Radweg auf die SS16 und dann wieder zurück. Ich hänge mich dann eine Zeit windschattenmässig bei anderen Radfahrern an - das hilft etwas, um es nach OrtonaOrtona zu schaffen. Das war allerdings noch nicht das Ende - in der Stadt muss ich noch 100 Höhenmeter machen, um in die Altstadt zu kommen, wo ich meine Unterkunft habe. Ich bin wirklich platt und hätte nicht gedacht, dass das heute so ein Katastrophentag wird (hauptsächlich aufgrund des fast permanent starken Gegenwinds über die 105km). 

Gegenwind hatte ich in Italien eigentlich von Beginn weg, nicht damit zu rechnen, dass das morgen endet - einfach in die falsche Richtung gefahren ...

5 / 9