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Datum

26.08.2025

Etappe

Lembor(RI) - Ruteng  

Activities

Distanz

67 km

↑Meter

1865 hm

Fotos

30

Karte / Track

1

In der Nacht hat es ordentlich geregnet und in der Früh ist die Strasse noch nass. Um 5 Uhr schreit zuerst der Muezzin und danach krähen alle Hähne der Umgebung, was nichts Ungewöhnliches ist in so einem kleinen südostasiatischen Dorf - überall werden die Eierproduzenten zuhause gehalten.

Als ich um 6:15h wegfahre, ist es gar nicht warm, eher so feucht-kühl und ich überlege schon, ob ich ein Gillet anlegen soll. Solche Überlegungen gibt es in Südostasien nur äusserst selten und ich verzichte auch heute darauf. Einige Kilometer geht es zwischen den Reisfeldern hindurch geradeaus und mit geringerer Steigung dahin, schon bald aber kommen die wirklich heftigen Anstiege auf der Bergstrasse und hier gibt es nie Entpannungsphasen - 'The only way ist up!'. Es ist vielleicht nicht ganz so extrem wie gestern, aber trotzdem noch so, dass ich am letzten Zacken fahren muss.

Nach zweieinhalb Stunden bin ich nach Wae BangkaWae Bangka bei Kilometer 17 am ersten Peak auf fast 1000 Meter und oben gibt erst einmal eine Pause. Nach dem Peak 1 geht es zunächst einmal relativ flach und dann noch einige Kilometer bergab, bevor der 2. von insgesamt 4 Anstiegen beginnt. Der Abschnitt ist ziemlich serpentinenreich und hat auch so seine Rampen, allerdings nicht mehr ganz so wie am ersten Teil. Bei KM28 habe ich den Pass 2 um 10h erreicht - erfreulich, der Tag ist noch ziemlich jung und ich aber zumindest fast die Hälfte der Anstiege hinter mir.

Die nächste Abfahrt ist länger und hier setzt ordentlicher Gegenwind ein. Vom Strassenzustand her ist jetzt Vorsicht geboten: immer wieder gibt es schön ausgestanzte Löcher im Asphalt, die für die Füllung vorbereitet wurden, etwa 15 Zentimeter tief und zum Teil mehrere Meter lang oder breit sind. Allein, gefüllt wurden sie nie und sind so eine echte Gefahr auf der Strasse. Am Strassenrand sieht ma immer wieder Holzkäfige, in denen Schweine gehalten werden - auch ein Zeichen, dass hier Christen wohnen.

RaiRai ist bei Kilometer 50 der erste grössere Ort heute. Hier gibt es einen Markt, Apotheken und für mich auch wieder kalte Getränke. Man hat von hier einen schönen Blick auf das Umung-Gebirge, das ich schon mehrere Stunden aus verschiedenen Perspektiven beobachte und das auch mehrere Vulkane beherbergt. Zugleich beginnt auch die dritte Steigung, die Recht sanft anfängt, dann immer ärger wird und sich gegen Ende zum wahren Killer-Anstieg entwickelt, der auf über 1.200 Metern seinen Höhepunkt erreicht. 

Das war es allerdings noch nicht, eine Flussquerung sorgt für eine rasante Abfahrt und dann für einen schweisstreibenden Anstieg. Dann bin ich beim Stadttor von RutengRuteng, 5 Kilometer trennen mich noch von meiner Unterkunft. Die Stadt, die auf 1.200 Metern liegt, gilt unter den Einheimischen aufgrund ihrer Höhe als kalt,  obwohl es bei meiner Ankunft fast 30° hat. Die Nächte werden aber - gottseidank! - schon etwas kühler sein.

Ich habe für zumindest 2 Nächte ein Zimmer in einem Hostel gebucht - möglicherweise wird es auch eine dritte. Im Ort gibt es einige Kirchen, da und dort Traveler und in der Umgebung doch auch einige Dinge zu besichtigen. Heute bin ich erst einmal müde nach den 3.500 Höhenmetern an den letzten beiden Tagen. Abendessen gibt es in einem Restaurant im Zentrum: zuerst Beefsteak und als Nachspeise ein Pizza - die verlorenen Kalorien müssen wieder rein ...

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