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Datum

30.08.2025

Etappe

Aimere(RI) - Bajawa  

Activities

Distanz

42 km

↑Meter

1346 hm

Fotos

19

Karte / Track

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Am Morgen habe ich vom Strand der Unterkunft eine perfekte Aussicht auf den 2.245 hohen Vulkan Inerie, der südlich von meinem heutigen Etappenziel liegt. Ich kann in der jetzigen Unterkunft auch noch einige Neuigkeiten bezüglich des Vulkans Lewotobi und der Fähre in Erfahrung bringen: Der Vulkan ist inzwischen einige weitere Make ausgebrochen, so auch wieder vor wenigen Tagen, allerdings nicht mehr so heftig. Die Hauptstrasse, die Trans-Flores, soll dennoch offen sein und normalerweise sollte es daher nicht notwendig sein, die Umfahrung zu nehmen. Die Aktivitäten des Vulkans bringen auch den Fahrplan der Fähre durcheinander und die tatsächlichen Abfahrten sind einigermassen unvorhersehbar. Für mich heisst das daher: Gas geben, ich möchte etwas früher beim Fährhafen sein, damit bezüglich der Fährpassage kein Stress aufkommt. Ich werde meinen persönlichen Fahrplan daher etwas komprimieren.

Um 8h geht es los - einmal die Bucht von Aimere ausfahren, dann geht es bei KM4 in die Steigung. Irgendwelche Peaks musste ich für heute auf dem Track nicht markieren, denn es gibt nur einen und der ist das Etappenziel auf über 1.200 Metern. Den heftigsten Anstieg hat es gleich zu Beginn, dann pendelt sich der Anstieg auf ein erträgliches Mass ein. Etwas ist heute anders, und zwar fehlen die Dörfer und Siedlungen am ersten Teil der Steigung entlang der Strasse. Ganz anders als bisher fährt man scheinbar ungewohntes Gebiet und Getränkekauf ist hier nicht. Aimere TimurAimere Timur ist der einzige eingezeichnete Ort, der von der Strasse aus sichtbare Teil besteht aber auch nur aus zwei Holzhütten. Schon jetzt immer wieder einmal ein toller Ausblick auf den Vulkan Inerie mit seinem markanten riesigen Kegel. 

Ab KM11 beginnen die Serpentinen und das macht es sowohl von der Steigung her angenehmer als auch dadurch, dass man viel im Schatten fährt - die riesigen Bäume decken oft einen Teil der Fahrbahn ab. Trotzdem ist es schon eine Menge Arbeit - keine Flachpassagen, keine Gegenabfahrten. Allerdings gibt es dann wenigstens wieder vereinzelt die Möglichkeit zum Einkauf. Auch heute werde ich oft von Kindern begrüsst - wie immer in den letzten Tagen sehen viele von ihnen die Begrüssung pragmatischer und machen das nicht mit einem dämlich-nervigen 'Hello Mister', sondern verpacken es in eine höfliche Bitte um eine Spende mit einem 'Money! Money!'. 

Ich schraube mich mit vielen Pausen immer weiter den Berg hinauf, weiterhin oft schöne Panoramen mit Hauptdarsteller Inerie und die Temperatur wird langsam angenehmer. Mittagspause bei KM27, es gibt Instant-Nudeln und Wasser bei einer Strassenbude. Bei KM30 wird es dann flacher und ich fahre schön langsam dem Etappenziel entgegen. Kurz vor BajawaBajawa noch einmal ein kräftiger Anstieg, dann bin ich in der Bergstadt auf 1.200+ Metern. Meine Unterkunft habe ich schon gebucht und das Bajawa Roo Hotel ist echt ok und eine Wohltat nach dem gestrigen Drecksloch.

Bajawa hat weniger Stadt-Charakter als das auf der gleichen Höhe liegende Ruteng, sonder wirkt eher wie ein grosses Dorf. Mit Ruteng gemeinsam hat es allerdings, dass schon am Nachmittag ein allgemeine Beschallung mit Musik - Ursprung unbekannt, man schiebt es immer auf irgendwelche Hochzeitsfeierlichkeiten - stattfindet und die Lautstärke beziehungsweise die Bässe sind echt ein Wahnsinn! Mit den anderen Einwohnern hat man da keine Gnade!

Obwohl man in Bajawa genügend Möglichkeiten für touristische Aktivitäten - von der Vulkan Besteigung über den Besuch der heissen Quellen, ... - hat, möchte ich einfach nur eineinhalb ruhige Tage in der kleinen Bergstadt verbringen. Allein schon die Temperatur macht es angenehm für einen verlängerten Kurzaufenthalt. Meinen Tourenplan muss ich aufgrund meines beschlossenen komprimierten Zeitplans auch noch aktualisieren, vorhandene Buchungen ändern usw., sodass mir gewiss nicht langweilig wird - 'Es gibt immer was zu tun!'

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