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Datum

15.09.2025

Etappe

Kupang(RI) - Soe  

Activities

Distanz

107 km

↑Meter

1640 hm

Fotos

16

Karte / Track

1

Um 5:45h bin ich auf der Strasse - ein Comeback sozusagen nach der langen Pause. Vom Wind bin ich positiv überrascht: Kaum Gegenwind, das hätte ich nach den letzten Tagen nicht erwartet. Aus Kupang heraus steigt es leicht und das bleibt auch so, als ich durch die Vororte der Stadt weiterfahre, allerdings verliert man die paar Höhenmeter, die man macht, dann wieder wieder bei leichten Gefallen. Immer wieder schöne Reisfelder auf der rechten Seite, der Verkehr ist allerdings auf der engen Strasse nicht ganz ohne und wenn sich 2 LKW auf meiner Höhe treffen, wird es eng.

Bei KM10 bin ich in NoelbakiNoelbaki, danach geht es 10 Kilometer fast geradeaus schön langsam weg von der Küste, die ich dann erst wieder in Ost-Timor sehen werde. Bis OelamasiOelamasi geht es in der Tonart weiter, dann ändert sich die Strecke Charakteristik, es beginnt die Steigung und die Strasse wird kurvenreich, die Gegend ist nur mehr dünn besiedelt. Die Steigung hält sich hier auf dem ersten Anstieg noch in Grenzen und man fährt auch sehr viel Sonne geschützt unter den Bäumen. Es geht hinauf bis auf 500 Meter, bei KM50 habe ich die erste Höhe erreicht. 

Es geht dann knapp 15 Kilometer bergab, Gefälle allerdings recht gering, kurze Pause in Noelmina. Nach einer kurzen Zwischensteigung erreiche ich bei KM70 den ersten Nebenfluss des Noelmina Flusssystems, dem grössten seiner Art auf dem indonesischen Teil Indonesiens. Das Flussbett ist riesig breit, allerdings jetzt in der Trockenzeit nur zu einem Bruchteil gefüllt. Eine Kilometer weiter überquere ich den Noelmina River dann auf einer langen Brücke.

Hier auf knapp über 100 Metern beginnt die heutige Etappe für mich zum zweiten Mal, denn ab jetzt steigt es wieder und der Peak liegt auf etwa 1.000 Metern - und der ganze Spass geht über 30 Kilometer. Es geht zuerst noch relativ gemütlich dahin, allerdings werden die Steigungen dann stärker. So richtige Brutalo-Anstiege gibt es dann vor Benlutu, diese sind wieder einmal gerade noch fahrbar. Danach wird es wieder etwas gemässigter, aber keinesfalls entspannt! Die Steigung zieht sich fast bis zum Etappenende, erst als ich in SoeSoe bin, darf ich ausrollen.

Das war heute wieder ordentlich, vor der Etappe hatte ich aber schon bei der Planung Respekt. Die Stadt ist mir überhaupt nicht sympathisch, aber hierher kommt man auch nicht aus touristischen Gründen, sondern weil es in dieser Gegend die einzige Möglichkeit für eine Übernachtung überhaupt auf dem Weg Richtung Ost-Timor ist (deshalb steigen hier auch öfters Radler ab). Das 'Hotel Dena' bekommt gleich viele Punkte wie die Stadt, aber es ist der einzige Laden überhaupt, den man online buchen kann. Soe ist auch die Stadt, wo man besonders gerne die Betelnuss - eine leichte aus einer Palmfrucht gewonnene Droge - geniesst, die allerdings deutliche rote Spuren hinterlässt. Nicht nur, dass die Strasse nach dem Ausspucken rot gefärbt wird, auch die Zähne bekommen bei permanentem Genuss eine dauerhafte rote Färbung. Ein Typ im Hotel spricht dann mit mir, während er das Zeugs kaut und ich habe Bedenken, dass seine Aussprache flüssig wird - passiert aber dann gottseidank nicht.

Auch das zum Hotel gehörende Restaurant ist seltsam, das Essen ebenfalls - eine Nacht durchhalten eben und dann weiter. Allerdings befürchte ich, dass die beiden Etappenziele morgen und übermorgen auch nicht viel besser sein werden ...

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