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Datum

16.09.2025

Etappe

Soe(RI) - Kefamenanu  

Activities

Distanz

84 km

↑Meter

1265 hm

Fotos

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Karte / Track

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Das Beste am Aufenthalt in Soe ist das Frühstück, nach dem ich wieder aufs Rad steige. Die Beine sind heute nicht gut, der lange Stand-By-Modus und die gestrige Etappe machen sich bemerkbar. Nach einer Abfahrt beginnt die Strecke unangenehm zu werden: Starke Anstiege wechseln sich mit Flachstücken ab, wobei die Anstiege eindeutig überwiegen. Bei KM15 bin ich in NusaNusa. Bis KM23 geht das Spielchen noch so weiter, dann bin ich am 1. Peak in einem kleinen Dorf auf 900hm und versorge mich mit kalter Flüssigkeit.

Jetzt geht es erstmal gemütlicher weiter - etwas gemütlicher, zumindest. Auf einer Strecke von 25km geht es über Niki NikiNiki Niki 600 Höhenmeter hinunter. Es ist allerdings keine reine Abfahrt, sondern diese wird oft durch giftige Anstiege unterbrochen. Gnadenlose Rampen mit 15+ Prozent, wie ich sie auch gestern schon hatte, die ärgsten 2 davon nach Flussquerungen, wobei die zweite nch dem Ort Puna liegt. 

Bei KM48, kurz bevor ich fast auf 300hm herunten bin, mache ich Pause bei einem Shop. Hier herunten durchzieht wieder ein breiter Fluss das Tal, der Benanain River, der nicht weit von hier den Temef-Staudamm befüllt. Das Staudamm-Projekt ist eines der grossen Infrastruktur-Projekte der letzten Zeit in der Provinz. Mein Mobiltelefon meldet schon seit dem Vortag immer wieder, dass es überhitzt ist und abkühlen muss - ja, was soll denn ich sagen?!? Zugegeben: die 33° bei direkter Sonneneinstrahlung gepaart mit der Luftfeuchtigkeit sind einfach wirklich schwer zu ertragen!

Ab jetzt geht es wieder bergauf - 12 km und 300 Höhenmeter bis zum nächsten Peak. Die ersten 7 Kilometer sind relativ easy zu fahren, dann beginnt erst die Arbeit. Die Hitze drückt zunehmend auf die Motivation und meinen Zustand - es wird immer anstrengender. Die letzten Kilometer auf diesen Pass haben es nochmals in sich, danach eine Abfahrt hinunter nach BijeliBijeli und kurz danach kommt der absolute topographische Tiefpunkt der heutigen Etappe - natürlich wieder mit der Querung eines Flusses

Noch einmal heisst es: wieder hochschrauben, der letzte vergleichsweise harmlose Anstieg wartet noch auf mich. Obwohl er relativ kurz ist, ist es am fortgeschrittenen Nachmittag wirklich hart und einige knackige Abschnitte warten auf mich! Nach dem Peak geht es bergab zum KM9-Roundabout-Kefamenanu, der eine historische Bedeutung für Indonesien hat: Er wurde errichtet als Symbol des Friedens, der Einheit und des Respekts der 3 Königshäuser in Nord-Timor, speziell in ihrer Rolle bei der Bekämpfung des Kolonialismus. Dass ich bei einem Selfie  vor dem Denkmal dann auch sofort wieder von einigen Einheimischen belagert werde, versteht sich von selbst.

Wenig später rolle ich in KefamenanuKefamenanu ein - happy, dass dieser wieder anstrengende Tag vorbei ist. Es sind wieder fast 1.300 Höhenmeter geworden, die ordentlich an die Substanz gegangen sind. Dass Hotel Livero habe ich mir schon vorher gebucht und es ist im Vergleich zur gestrigen Absteige OK (wenn man nicht so genau hinschaut). Restaurant gibt es keines, aber ich kann mir etwas liefern lassen und das passt dann auch. Black Pepper Beef wird es und dazu zwei Bier Bintang, mehr kann man an genau diesem Arsch der Welt nicht erwarten! Ich bin nicht der einzige Westerner, auch eine Rumänin übernachtet hier und es macht Spass, sich wieder einmal in gepflegtem Englisch zu unterhalten. 

Morgen geht es weiter und es wird die letzte rein indonesische Etappe - nach einem Tag Pause in Atambua kommt der Grenzübertritt nach Ost-Timor

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