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Datum

20.09.2025

Etappe

Balibo(TL) - Liquica  

Activities

Distanz

96 km

↑Meter

714 hm

Fotos

34

Karte / Track

1

In der Früh schaue ich mir noch das Museum im Fort an, wo die Geschichte des Freiheitskampfes der Nation aufgerollt wird und die Helden dieses Kampfes präsentiert werden. Bald nach 6:30h bin ich wieder am Bike und starte die Etappe. Die 10km Prügelpiste, die ich mich gestern heraufgequält habe, muss ich mich heute hinunterprügeln, wahrlich kein Vergnügen! Die extremen Passagen kann man sowieso Schritttempo machen und dann tut es noch weh. Nachdem das geschafft ist, bin ich wieder in BatugadeBatugade, dem wenig einladenden Ort an der Küste.

Die Küste geht es dann auch einige Kilometer entlang, bis die Strasse sich in PalakaPalaka für einen Anstieg entfernt, davor mache ich aber eine Pause. Wie zu erwarten, ist Hauptstrasse dann von ganz anderer Qualität und mindestens auf dem Niveau von Indonesien. Die Steigung ist dann nicht besonders lange, wartet aber mit einigen Rampen auf. Es ist wieder mächtig heiss und oben am Peak, den ich bei Kilometer 30 erreiche, muss nachtanken. Nach einer kurzen Abfahrt komme ich in BiacauBiacau wieder an die Küste.

Wieder geht es einige Kilometer flach entlang der Küste, schönes ich Panorama - so wünscht man sich das schon ab und an. Später macht die Strasse nach FatulagungFatulagung noch einmal einen Knick ins Landesinnere, man fährt 5km, bis man den Loes River quert.  Hier im Ort LepalakaLepalaka gibt es eine richtige Allee an Restaurants und auch ich stoppe - zu essen gibt es wieder einmal eine Frucht, die ich nicht kenne. Ich bin bei KM50 und damit über der Halbdistanz. 

Wenn Portugiesich auch schon lange keine offizielle Landessprache mehr ist, wird es trotzdem oft verwendet: 'Bom Dia' für Guten Morgen oder 'Boa Tarde' sind ständige Begrüssungsformeln. Auch Strände sind mit 'Praia' angeschrieben und offizielle touristische Schilder sind in der Sprache der ehemaligen Kolonialherren gehalten. Die 'Hello Mister'-Zurufe die mich in Indonesien über tausende Kilometer verfolgt zu haben, werde ich übrigens auch in Ost-Timor nicht los: zig Male werde ich auch hier s begrüsst, wenn auch vielleicht etwas weniger lautstark und nicht ganz so oft.

Es geht anschliessend zurück zur Küste und es gibt ein in dieser Hitze wenig lustiges Yo-Yo an der Steilküste, bei dem ich zwar auf nur maximal 150 Meter hinaufkomme, das aber dennoch ordentlich rein geht. Nachdem ich bei DairDair wieder ein staubtrockenes breites Flussbett quere, ist dieser Abschnitt vorbei und es flach nach MaubaraMaubaraund weiter, wo ein koloniales Fort steht - kaltes Wasser gibt es auch und ich pausiere nochmals bei KM77, bevor ich die letzten 18 Kilometer in Angriff nehmen.



LiquicaLiquica ankomme. Der Ort hat zwar einen Ruf für seinen guten Beach, allerdings ist er auch ganz schön heruntergekommen. Das Resort, in dem ich mich ein gemietet habe, ist eher noch eine positive Ausnahme. Man sieht vom Strand aus auf die indonesische Insel Alor und die auf eine ander ost-timoresische Insel.

Für mich ist es der letze Stopp vor Dili - mit der morgigen 30 Kilometer Tour werde ich den asiatischen Sack endgültig zumachen und anschliessend in der Hauptstadt noch einige Tage urlauben!

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